Das Projekt #BeInterNett

#BeInterNett befähigt junge Muslim:innen Hate Speech im Netz entgegen zu treten

Unser Projekt

Das Medium Internet ist neben allen positiven Aspekten leider auch eine Plattform für Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Wir möchten auf diese Entwicklungen im Netz reagieren. Gemeinsam mit euch!

Unser Vorhaben

Wir wollen junge Erwachsene befähigen, sich nicht nur aktiv für ein respektvolles, wertegestütztes und demokratisches Miteinander in den sozialen Medien einzusetzen, sondern auch konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, Hassrede (Hate Speech), Diskriminierung, Demokratiefeindlichkeit und Gewalt im Internet entgegenzutreten und andere dazu ermuntern, sich anzuschließen. Insbesondere im Bereich der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus und der damit eng verbundenen Muslimfeindlichkeit.

Das Kooperationsprojekt bezieht Netz-Erfahrungen Betroffener ein und versorgt junge Muslim:innen bedarfsorientiert mit Knowhow. Unsere Trainings sind partizipativ und machen aus Betroffenen selbstbestimmt Handelnde.

Für alle, die sich aktiv für ein respektvolles Miteinander in den sozialen Medien einsetzen wollen!

Unsere Ziele

Sprechfähigkeit

Junge muslimische Erwachsene in Deutschland sind häufig mit antimuslimischer oder religiös-extremistischer Hate Speech konfrontiert. Wir wollen die Sprechfähigkeit junger Muslim:innen zu einem hochaktuellen Thema stärken und ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen on- und offline fördern.

Ausbildung

Im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen einer intensiven Ausbildung unsere BeInterNett-Coaches ausgebildet. Gemeinsam mit diesen jungen und motivierten Menschen haben wir ein Trainingskonzept zum Umgang mit antimuslimischer und religiös-extremistischer Hate Speech im Internet entwickelt. Unsere Coaches führen die Workshops durch und wirken so als Handelnde, Vorbilder und Ideengeber:innen in die Communities hinein.

Empowerment

Teilnehmende unserer Trainings entwickeln gemeinsam mit unseren Coaches mögliche Handlungs- und Kommunikationsstrategien für einen konstruktiven und demokratischen Umgang mit Hate Speech im Internet und können diese praktisch einüben. So werden sie bestärkt, sich für ein demokratisches Miteinander im Netz einzusetzen.

Community

Wir wollen muslimische Communities und ihre ‚Verbündeten‘ stärken. Neben der Ausbildung unserer Coaches und zielgruppenspezifischen Trainings, bauen wir dazu ein sogenanntes Kompetenzteam auf. Wir bleiben mit den Teilnehmenden auch nach Abschluss des Trainings in Kontakt und bieten eine Plattform für Austausch und Empowerment. Junge interessierte Menschen werden somit fit gemacht für die Auseinandersetzung mit Demokratiefeindlichkeit, Hate Speech, Diskriminierung und Gewalt im Netz. Gemeinsam erlernen und vermitteln wir, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um muslimfeindlicher Diskriminierung und religiös begründetem Extremismus in den sozialen Medien entgegenzutreten.

Unsere Zielgruppe

Das #BeInterNett-Projekt richtet sich in erster Linie an muslimische Studierende im Alter von 18 bis 30 Jahren, die in Hochschulgruppen tätig sind. Für diese bieten wir unsere Trainings an.

Wir richten uns ebenfalls explizit an sogenannte ‚Verbündete‘ der Zielgruppe, wie beispielsweise Freund:innen, kooperierende Personen, Organisationen oder nicht-studierende Familienangehörige. Deshalb können unsere #BeInterNett-Workshops vereinzelt auch von Gruppen junger Muslim:innen außerhalb des Hochschulkontextes sowie interessierten Multiplikator:innen der politischen Bildung gebucht werden. Wenn ihr Wissen möchtet, ob eure Gruppe ein Training bei uns buchen kann, dann schreibt uns. Wir beraten euch gerne!

Mehr Details zum Projekt

Was genau machen wir?

Wir haben ein Trainingskonzept erarbeitet und engagierte Coaches dazu ausgebildet dieses zu vermitteln. Unsere Trainings richten sich in erster Linie an muslimische Studierende und ihre ‚Verbündete‘. Gemeinsam erarbeiten wir, wie man im Netz auf antimuslimische und religiös-extremistische Hate Speech reagieren kann. Im Training werden gemeinsam Handlungsstrategien entwickelt und praktisch eingeübt.

Außerdem bauen wir ein Kompetenzteam auf, das denjenigen offen steht, die sich Wissen rund ums Thema Hate Speech im Netz aneignen und sich mit Gleichgesinnten austauschen und vernetzen möchten.

Was macht #BeInterNett besonders?

Das #BeInterNett-Projekt nimmt sich eines wichtigen Themas an und stärkt gezielt junge muslimische Studierende und ihre Position im Netz und in der Gesellschaft. Besonders ist dabei der partizipative Charakter des Projektes mit dem Peer-to-Peer-Ansatz: Unsere #BeInterNett Coaches sind mehrheitlich muslimische Studierende. Sie konnten sich von Beginn an mit ihren Erfahrungen und Bedürfnissen in die Konzeption des Trainings und die Planung und Themenauswahl unserer digitalen Workshops einbringen. Jetzt können die Coaches ihr Wissen und ihre Expertise an andere muslimische Studierende, ihre sogenannten Peers, weitergeben. Dies ermöglicht ein Training und Lernen auf Augenhöhe.

Wie kam es zu dem #BeInterNett-Projekt?

Junge Muslim:innen, die sich in Deutschland aktiv für die Gesellschaft und die Demokratie einsetzen, sind häufig besonders von Hate Speech betroffen. Sie geraten nicht nur aufgrund ihres Engagements, sondern auch aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit ins Visier von Hater:innen und Trollen. Diese Angriffe sind persönlich schwer zu ertragen und führen in einigen Fällen sogar zu einem Rückzug aus der Öffentlichkeit. #BeInterNett wurde geschaffen, um dem entgegenzuwirken. Jungen Muslim:innen wird eine Plattform geboten, welches ihr Engagement wertschätzt und unterstützt. Ihre Expertise und ihr Know How im Umgang mit sozialen Medien und Hass im Netz soll erweitert werden, so dass sie in ihrer demokratischen Handlungsfähigkeit gestärkt werden.

Wie wurde das Training entwickelt?

Um ein Workshopangebot zu entwickeln, welches sich an den Bedarfen unserer Zielgruppe orientiert, haben wir bereits die Entwicklung des Trainingskonzeptes partizipativ gestaltet und deshalb interessierte junge Menschen von Beginn an in diesen Prozess mit einbezogen. Während unseres mehrtägigen Kick-Offs wurde das Konzept mit Unterstützung der Teilnehmer:innen gemeinsam erarbeitet. Zusammen mit den Coaches wurde das so entworfene Trainingskonzept anschließend weiterentwickelt.

Wer steckt hinter dem #BeInterNett-Projekt?

Hinter dem #BeInterNett-Projekt steckt eine ganze Menge Personen und Organisationen. Das Projekt wird durchgeführt von den Vereinen Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und dem RAMSA e.V., in Kooperation mit jugendschutz.net. Gefördert wird es durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Unsere Trainings werden von eigens ausgebildeten #BeInterNett-Coaches durchgeführt, die selbst aktiv an der Konzeption der Trainings beteiligt waren. Außerdem gibt es noch unser Kompetenzteam, das allen offen steht, die sich Wissen rund ums Thema Hate Speech im Netz aneignen, sich austauschen und vernetzen möchten.

Wer sind unsere Coaches?

Unsere Coaches sind mehrheitlich muslimische Studierende und bringen daher beste Voraussetzungen für unseren Peer-to-Peer-Ansatz mit. Bereits vor ihrer Ausbildung zum #BeInterNett-Coach, haben sie an unserem Kick-Off sowie verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, sich in muslimischen Hochschulgruppen oder anderen Vereinen der Zivilgesellschaft engagiert und sich in die Konzeption des Trainings aktiv eingebracht. Außerdem sind sie bundesweit verteilt und können an jeden Ort kommen, um mit euch und euren Gruppen ein Training durchzuführen.

Ein Projekt von
In Kooperation mit
Gefördert durch

Du hast noch Fragen?